Untersuchungsstelle für Patellaluxation beim Hund - Kleintierpraxis Rossbach Wied 

 

 

In unserer Praxis führen wir die zuchthygienische Untersuchung auf Patellaluxation beim Hund durch.  

 

Unsere Anerkennung als Untersuchungsstelle erfolgte im Rahmen eines Fortbildungsseminars der Fachgruppe Kleintierpraxis des BPT mit theoretischen und praktischen Übungen zur Vorsorgeuntersuchung auf Patellaluxation bei Hunden.

Die Patellaluxation (Pl.)

 

Die Patellaluxation („Kniescheiben-Ausrenkung“) beim Hund ist meist angeboren und kommt v.a. bei kleinwüchsigen Hunderassen vor.  

 

Besonders oft betroffen sind beispielsweise Yorkshire Terrier, Chihuahuas, Pekinesen, Zwergpudel, Boston Terrier, Französische Bulldoggen, King Charles Spaniels oder Papillons.

Am häufigsten verlagert sich hier die Kniescheibe nach innen (mediale Patellaluxation). Als Ursache wird eine axiale Verdrehung des Oberschenkels angesehen, die sich nicht im Hüft- sondern im Kniegelenk als Erkrankung manifestiert.

 

Da die Anlage zur Kniescheibenverlagerung erblich ist, werden Zuchthunde ab einem Alter von einem Jahr auf entsprechende Krankheitsmerkmale untersucht, um von Patellalxation betroffene Hunde von der Zucht auszuschließen und dadurch eine Weitergabe der Erkrankung an die Nachkommen zu verhindern.

 

Einteilung der Patellaluxation in Schweregrade:

 

Die Patellaluxation wird je nach Ausprägung in 4 verschiedene Schweregrade eingeteilt. Diese Einteilung ist sowohl für die Beurteilung der Zuchttauglichkeit eines Hundes von Bedeutung als auch für die Planung und Durchführung einer entsprechenden Therapie.

 

Grad 0:

Die Kniescheibe kann in keiner Gliedmaßenstellung aus der ihrer Gleitrinne (Sulcus trochlearis) gedrückt werden.

 

Grad 1:

Die Kniescheibe kann aus ihrer Gleitrinne gedrückt werden, springt aber bei Einstellen des Druckes spontan wieder zurück.

 

Grad 2:

Die Kniescheibe kann vollständig aus ihrer Gleitrinne luxiert werden, springt allerdings erst bei Bewegung der Hintergliedmaße oder bei manuellem Druck zurück.

 

Grad 3:

Die Kniescheibe wird bei der Untersuchung schon luxiert vorgefunden, eine Reposition ist möglich, nach Einstellen der Manipulation springt die Kniescheibe allerdings spontan wieder aus der Gleitrinne.

 

Grad 4:

Die Kniescheibe befindet sich permanent außerhalb ihrer Gleitrinne und kann auch nicht reponiert werden.

 

Symptome der Patellaluxation:

 

Das typische Symptom einer Patellaluxation Grad 1 und 2 ist das immer wiederkehrende Laufen auf drei Beinen, wobei die nicht belastete Gliedmaße in gebeugter Stellung getragen wird.

 

Die Therapie der Patellaluxation richtet sich in erster Linie nach deren Schweregrad, sollte aber immer chirurgisch erfolgen:

 

Die operativen Möglichkeiten gehen von der einfachen Verengung der Gelenkskapsel bei einem Pl-Grad 1 bis hin zur Vertiefung der Gleitrinne oder Korrektur des Verlaufes der Patellarsehne.  

In  manchen Fällen ist auch eine Richtungskorrektur (Umstellungsosteotomie) des Oberschenkels erforderlich.

Die Prognose für die Erhaltung des normalen Bewegungsablaufes ist bei den leichteren Graden recht gut, in den Graden ab 3 bis 4 ist die Wiederherstellung einer normalen Gliedmaßenfunktion sehr schwierig.

 

Da kleine und leichte Hunde Lahmheiten der Hintergliedmaßen sehr gut tolerieren, müssen die Patienten nach erfolgreichem chirurgischem Eingriff das Benutzen der erkrankten Gliedmaße wieder „erlernen“.

Deshalb ist auch professionelle Physiotherapie ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung der Patellaluxation.

 

Dr Greim Kleintierpraxis Rossbach Wied

 

 

 

Dr. Michael Greim

 

 

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