Schmerztherapie– der integrativmedizinische Ansatz

 

Was versteht man unter Integrativmedizin?

 

Die Integrativmedizin ist eine sinnvolle und individuell auf den Patienten zugeschnittene Kombination von Alternativmedizin und der sogenannten „Schulmedizin“,die wir nach ausführlicher Befunderhebung und Besprechung mit dem Tierbesitzer in unserer Schmerzambulanz durchführen.

 

Wann ist Schmerztherapie angezeigt?

 

Wir setzen Schmerztherapie bei chronischem Schmerz ein, wie er beispielsweise durch Arthrosen entsteht. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn die Ursache der Schmerzen nicht oder nicht mehr zu beseitigen ist. Bei unseren Hunden stehen folgende Erkrankungen als Ursachen von chronischen Schmerzen im Vordergrund:

 

HD

ED

OCD

Arthrosen allgemein

 

Außerdem ist begleitende Schmerztherapie bei starken akuten Schmerzen,wie sie u.a. durch Spondylosen und Bandscheibenvorfälle („Dackellähme“) ausgelöst werden, für das Wohlbefinden und die schnelle Genesung des Patienten von großer Bedeutung.

 

 

Welche Therapien setzen wir in unserer Praxis bei chronischen Schmerzen ein?

 

Alternativmedizinische Therapien bei Schmerzen:

 

  • Neuraltherapie als lokale Therapie (TLA = therapeutische Lokalanästhesie) und Segmenttherapie

 

Schulmedizinische Therapien bei chronischem Schmerz

 

  • Einsatz möglichst nebenwirkungsarmer, wirkungsstarker Schmerzmittel
  • Maßnahmen zur Stärkung der Muskulatur und der Gelenke
  • Einsatz von Glykosaminoglykanen zur Gelenkknorpelregeneration 

 

Was ist der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen?

 

Akuter Schmerz ist ein wichtiges Warnsignal des Körpers. Er tritt an einer geschädigten Körperstelle auf und verschwindet, nachdem die Schädigung ausgeheilt ist.

 

Von chronischem Schmerz hingegen spricht man, wenn der Schmerz länger als drei bis sechs Monate bestehen bleibt. Ihm kann ebenfalls eine Schädigung vorangegangen sein, die aber längst verheilt oder nicht mehr heilbar ist. In manchen Fällen lassen sich für chronische Schmerzen gar keine körperliche Ursachen (mehr) finden.

 

Warum ist es sinnvoll, chronische Schmerzen integrativmedizinsich zu therapieren?

 

Die meisten unserer Patienten mit chronischen Schmerzen sind Hunde, die an degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen leiden.

Für diese Patienten gibt es schulmedizinisch oft nur zwei wirksame Behandlungsmöglichkeiten: eine Operation oder die lebenslange Gabe von Schmerzmitteln.  

 

Ist die Operation bereits erfolgt, ohne dass langfristig eine deutliche Besserung der Symptomatik eingetreten ist, bleibt einzig die sogenannte palliative (das heißt ausschließlich die Symptome lindernde) Therapie mit hochwirksamen Schmerzmitteln. Unterstützend können noch Präparate verordnet werden, die den Aufbau des Knorpels anregen, wie die bekannten Muschel-Extrakt-Präparate.

 

Erfreulicherweise sind die modernen Analgetika (Schmerzmittel) im Allgemeinen auch bei Langzeitgabe gut verträglich und tragen deutlich zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei.

 

Trotzdem ist die therapeutische Bandbreite auf Dauer unbefriedigend, denn sobald man die Analgetika absetzt, kehren die Schmerzen in vollem Umfang zurück.

 

Der integrativmedizinische Ansatz ist deutlich umfassender, da er therapeutisch ganzheitlich ist und sich nicht ausschließlich auf das betroffene Gelenk beschränkt: beispielsweise berücksichtigt er auch die Zusammenhänge zwischen ungünstigen anatomischen Bedingungen eines Gelenks und der Folgeerkrankung eines anderen. So kann ein schwaches Hüftgelenk, das zu einer Überlastung der Vordergliedmaßen führt , sekundär schwerwiegende Probleme an Ellbogen und Schultern verursachen. In diesem Fall ist eine erfolgreiche Behandlung des Hüftgelenks Grundvoraussetzung für eine anhaltende Linderung der Symptome der Vordergliedmaße.  


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